Verwechslungen bei operativen Eingriffen werden im angloamerikanischen Sprachraum als „Wrong Site Surgery“ bezeichnet. Der Begriff kann Verwechslungen vielfacher Art bezeichnen, die Verwechslung des Eingriffsortes, z.B. der Körperseite, häufig auch als Seitenverwechslung bezeichnet, die Verwechslung einer Eingriffsart oder die Verwechslung eines Patienten.
Im deutschen Sprachgebrauch werden diese Arten der Verwechslung zusammenfassend mit Eingriffsverwechslung bezeichnet. Eingriffsverwechslungen sind vermeidbar und stellen damit ein beherrschbares Risiko dar.
Ein ständiger Abgleich von Patientenakten und weiteren Aufzeichnungen und, solange der Patient ansprechbar und fähig ist, zu antworten, auch in Absprache mit ihm, sollen stets sicherstellen, dem richtigen Patienten die richtige Behandlung zuteil werden zulassen. Nicht selten wird aber die Einbeziehung des Patienten dadurch erschwert, dass es sich um Notfallpatienten, Patienten ausländischer Herkunft, demente oder geistig behinderte Menschen oder Kinder handelt.
Die Vermeidung von Eingriffsverwechslungen beinhaltet die Identifizierung des richtigen Patienten, z.B. beim Transport in den Operationssaal. Die Identifikation des Patienten ist die Grundlage der Vermeidung von Eingriffsverwechslungen. Patientenidentifikationssysteme, z.B. Armbänder, umgangssprachlich auch als ID-Bändchen bekannt, sind ohne Zweifel eine willkommene Unterstützung bei der Vermeidung von Patientenverwechslungen.
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