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Medikamentenverwechslung ausschließen durch Identifikation

Patienten- und Medikamenten-Identifikation stärken

 

Mit rund 30 Milliarden verordneter Tagesdosen im Jahr, ist die Medikation das häufigste Therapieprinzip in Deutschland. Medikationsfehler stellen deshalb das quantitativ bedeutendste Risiko für die Sicherheit von Patienten dar. 

 

Als Medikationsfehler oder Medikationsverwechslung werden vermeidbare und unerwünschte Ereignisse bei der Arzneimitteltherapie bezeichnet. Generell lässt sich der Medikationsprozess in fünf Phasen einteilen: Informationsgewinnung, Verordnung, Arzneimittelbereitstellung, Arzneimittelverabreichung und Dokumentation der Arzneimittelverabreichung. Fehler können in jeder dieser Phasen des Medikationsprozesses auftreten. Erfahrungswerte und Studien zeigen jedoch, dass es Fehlerschwerpunkte gibt, die allen am Medikationsprozess beteiligten Personen bekannt sein sollten.

 
Insbesondere bei der Arzneimittelzubereitung und Bereitstellung sowie bei der Arzneimittelausgabe und Verabreichung ist die eindeutige Identifikation des Patienten über Identifikationsarmbänder ein zentraler Faktor.
 
Nach der Bereitstellung der Medikamente stehen Ärzte und Pflegepersonal in der Verantwortung, diese dem Patienten zu verabreichen und den Vorgang verstärkt im Rahmen des Qualitätsmanagement zu protokollieren. Krankenhausarmbänder und Identifikationsarmbänder mit den aufgedruckten Daten des Patienten und einem elektronisch lesbaren Strichcode überstützen hierbei das Personal und ermöglichen eine sichere Identifikation. Im Rahmen des Einsatzes von Unit-Dose-Systemen zur Arzneimittelbereitstellung im Krankenhaus können direkt über die aufgedruckten Strichcodes auf den Medikamenten und den Krankenhausarmbändern des Patienten Abgleiche hergestellt und Fehler bei der Zuordnung vermieden werden.
 
Medikationssicherheit bzw. Arzneimitteltherapiesicherheit ist seit Längerem im internationalen Fokus der sogenannten Patient Safety Szene. Bereits im Jahr 2001 hat die US-amerikanische Agency for Healthcare Research and Quality in einer Studie zum Thema herausgefunden, dass ca. 38% der Medikationsfehler bei der Verabreichung entstehen. Dabei wurden ca. 10% der Patienten verwechselt, so das Ergebnis der Studie. Identifikationsarmbänder helfen Patientenverwechslungen zu reduzieren.
 
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